Der Roman «Der ewige Spiesser» von Ödön von Horváth erschien 1930 und beleuchtet kritisch das Kleinbürgertum der Zwischenkriegszeit. In drei Teilen schildert das Werk die Erlebnisse verschiedener Charaktere, die von materiellen Sorgen, Liebesnöten und politischer Verblendung geprägt sind. Horváth entlarvt dabei mit beissender Ironie die Borniertheit und moralische Instabilität seiner Protagonisten. Die Geschichte bietet ein eindrückliches Panorama einer Gesellschaft am Abgrund, die sich in belanglosen Alltäglichkeiten verliert.