Der Roman «Fuir» von Jean-Philippe Toussaint begleitet einen namenlosen Erzähler auf einer rastlosen Reise durch China, von Schanghai bis Peking. Er versucht, seiner komplizierten Beziehung zu seiner Partnerin Marie zu entkommen, wird jedoch ständig von Erinnerungen und Telefonanrufen eingeholt. In einer Atmosphäre zwischen Melancholie und Absurdität reflektiert das Werk über die Unmöglichkeit, der eigenen Identität und den Gefühlen wirklich zu entfliehen. Toussaint nutzt eine präzise, fast filmische Sprache, um die flüchtigen Momente des modernen Lebens einzufangen.