""Halbzeit"" ist der erste Teil von Martin Walsers Anselm-Kristlein-Trilogie und ein Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegsliteratur. Der Protagonist Anselm Kristlein arbeitet als Handelsvertreter und versucht, sich in der materiell fixierten Welt der Wirtschaftswunderzeit zu behaupten. Walser seziert meisterhaft die Sprache und das Verhalten des Bürgertums und entlarvt die Oberflächlichkeit einer Gesellschaft im Umbruch. Das Werk gilt als eines der wichtigsten Dokumente über das Lebensgefühl im Westdeutschland der 1950er-Jahre.