In «Kindheitsmuster» setzt sich Christa Wolf mit ihrer eigenen Vergangenheit und der kollektiven Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Die Protagonistin reist zurück in ihre Geburtsstadt, um sich den verdrängten Erlebnissen ihrer Kindheit zu stellen. Der Roman verknüpft kunstvoll verschiedene Zeitebenen und reflektiert über den Prozess des Erinnerns und die Schwierigkeit, die Wahrheit über das eigene Leben zu finden. Es ist ein zentrales Werk der deutschen Nachkriegsliteratur, das Fragen nach Identität und Verantwortung aufwirft.